Vesta

Vesta (Hestia)

GÖTTIN des Herdfeuers

Eigenschaften: taktvoll, klug, friedfertig

Attribut: das Feuer

Vesta ist die ältere Schwester von Jupiter und Juno und hat bei den Göttern des Olymp einen Ehrenplatz. Ihr Recht als Ältere wurde niemals angezweifelt. Sie hütete das Feuer des Olymp.

In ihrem Leben gibt es keine Abenteuer. Um Jungfrau zu bleiben und allein leben zu können weist sie die Hand von Apollo und Neptun zurück.

Jupiter verspricht, ihr in jedem Wohnhaus einen Thron zu geben. So wacht Vesta über die heimischen Herde. Sie sorgt dafür, dass die Flammen in den Häusern Licht und Wärme ausstrahlen.

Vesta wacht auch über die Stadt, die einen Altar und ein Feuer hat. Das Feuer, das nie erlischt, brennt ihr zu Ehren und ist ein Symbol für die gute Verständigung unter den Bürgern der Stadt.

Weitere Legende

Äneas ist der Sohn von Venus und Anchises, des Prinzen von Troja. Er ist der Held in Vergils "Äneide". In einem Traumvertraut ihm ein Schatten das immerwährende Feuer der Vesta an und die Aufgabe, das Geschlecht von Troja zu erhalten.

Nach dem Niedergang Trojas verlässt Äneas die Stadt. Er gelangt schliesslich nach Italien, wo er Lavinia, die Tochter des Königs von Latium heiratet. Einigen Berichten zufolge gründet Äneas die Stadt Lavinium, das spätere Rom.

Wissenswertes

Die Vestalinnen sind junge Frauen aus den besten römischen Familien. Sie vertrauen sich der Göttin Vesta an, verzichten auf eine Heirat und wachen darüber, dass das Heilige Feuer nicht erlischt.

Redewendungen

Ein "Vestalinnengesicht" bezeichnet ein Gesicht mit dem Ausdruck der Keuschheit. Das Adjektiv "vestalisch" wird im übertragenen Sinne gebraucht; es bedeutet "keusch".

Siehe auch...

Das Leben der Götter auf dem Olymp; Juno; Jupiter

 

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