Venus (Aphrodite)

GÖTTIN der Liebe

Eigenschaften: verführerisch, grosszügig, eigensinnig, manchmal unloyal

Attribut: die Taube

Geboren in den Schaumkronen der Fluten in einer Muschel aus Perlmutt, die von einem leichten Wind, Zephir, getrieben wird, ist Venus so schön, dass sie alle bezaubert.

Die Götter lieben sie. Sie heiratet aber den Hässlichsten, Vulcanus, zu dem sie nach zwei Liebesabenteuern zurückkehrt. Diese Göttin der Liebe, die über das Glück der Eheleute wacht, entfesselt Leidenschaften. Sie erregt Gefühle der Eifersucht bei Juno und Minerva. Sie verliebt sich in Adonis, einem Sterblichen und hat einen Sohn, Cupido, mit Mars.

Venus erfüllt aber auch die Wünsche der Menschen. Bewegt von der Leidenschaft, die der Bildhauer Pygmalion einer seiner Statuen namens Galatea entgegenbringt, haucht Venus dieser Statue Leben ein. Als Galatea ein Wesen aus Fleisch und Blut wird, erwidert sie die Liebe von Pygmalion.

Weitere Legende:

Bei einem Götterfest wirft duie Göttin der Zwietracht, Eris, einen goldenen Apfel mit der Aufschrift: "Der schönsten Göttin" unter die Gäste. Der Schäfer Paris, Sohn des trojanischen Königs Priamus, wird beauftragt, die Gewinnerin zu ermitteln.

Juno, Venus und Minerva machen sich den Titel streitig. Juno verspricht Paris, ihm die Herrschaft über Asien zu gewähren. Minerva bietet ihm militärische Ehren. Venus jedoch verspricht ihm die Liebe der schönsten Frau.

Paris überreicht Venus den goldenen Apfel. Zum Dank verhilft Venus dem Trojaner, Helena, die Gattin des griechischen Königs Menelaos, zu entführen. Das war die Ursache für den neunjährigen Krieg um Troja.

Redewendungen:

Ein "Zankapfel" ist ein Grund für Auseinandersetzungen.

Wissenwertes:

In der griechischen Mythologie haben Hermes und Aphrodite einen Sohn namens Hermaphrodit, den die Götter in ein Wesen halb Mann halb Frau verwandeln.

Siehe auch...

Cupido; Juno; Minerva; Odysseus; Vulcanus

 

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