Tantalus

STERBLICHER

Eigenschaften: gerissen, grausam, überheblich. Er symbolisiert die Gier des Menschen, die niemals befriedigt werden kann.

Tantalus ist ein reicher und mächtiger Prinz. Er ist überhäuft mit Gütern und Ehre und hat eine Tochter namens Nioba, die selbst Mutter von 14 schönen Kindern ist.

Tantalus unterhält freundschaftliche Beziehungen zu den Göttern, und Jupiter lädt ihn hin und wieder zu Feiern auf dem Olymp ein.

Tantalus gibt sich jedoch nicht zufrieden mit dem, was ihm das Leben bietet und missbraucht die Ehre, die ihm zuteil wird. So stiehlt er vom Tisch der Götter den Nektar und die Ambrosia, also die Speise, die ausschliesslich den Göttern vorbehalten ist, um sie unsterblich zu machen.

Jupiter, dem nichts entgeht, entdeckt den Dieb, entscheidet sich jedoch, seine Rache vorläufig zu verschieben.

Kurz darauf macht sich Tantalus eines noch schlimmeren Verbrechens schuldig: Bei einem Festessen lässt er die Körperteile eines seiner Söhne auftragen.

Weitere Legende

Tantalus lädt die Götter zu einem grossen Fest ein. Alle erscheinen und begeben sich zu Tisch.

Als ihnen ein würziges Ragout serviert wird, lässt Tantalus sie raten, um welche Speise es sich handelt. Jupiter untersucht den Teller misstrauisch und schreit dann voll Wut: "Unglücklicher! Wie kannst du es wagen, uns deinen Sohn Pelop vorzusetzen?" Alle Götter erheben sich darauf voller Empörung.

Jupiter stürzt Tantalus in die Hölle, wo er bestraft wird: Von Hunger und Durst gequält, sinkt er von köstlichen Früchten umgeben bis zum Hals ins Wasser. Wenn er trinken möchte, zieht das Wasser sich zurück; wenn er nach einer Frucht greifen möchte, verschwidet diese. Dies ist sein Ende.

Redewendungen

Die "Tantalusqualen" bezeichnen eine Situation, in der ein Mensch dem Objekt seiner Begierde nahe ist, es jedoch nicht erreichen kann.

Siehe auch...

Jupiter; Pluto

 

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