Bacchus

Bacchus (Dionysos)

GOTT der Rebe und des Weines

Eigenschaften: fröhlich, ein Lebemann, unerbittlicher Gegner.

Attribute: die Traube, die Rose und der Efeu.

Bacchus ist der Sohn des Jupiter und der Semele und wurde zwei Mal geboren. Das erste Mal, als es seiner schwangeren Mutter gelang, Jupiter in all seinem Glanz zu sehen. Jupiter zeigte sich ihr inmitten von Blitz und Donner und Semele wurde zu Asche. Jupiter aber holte das Kind aus dem Bauch der Mutter und bewahrte es in seinem Oberschenkel auf, damit es zum richtigen Zeitpunkt geboren werden konnte.

Aufgezogen von den Nympfen des Waldes, entdeckte Bacchus das Geheimnis der Weinrebe und geht in die ganze Welt, um dort dessen Anbau zu lehren.

Er nimmt die Bacchantinnen - weintrunkene Frauen - in sein Gefolge auf.

Auf einer Reise lernt Bacchus Ariane kennen, die von Theseus verlassen worden war, und heiratet sie.

Weitere Legende

Auf einer seiner Reisen wird Bacchus von König Midas so herzlich empfangen, dass er ihm einen Wunsch erfüllen möchte. Midas wünscht, dass alles, was er berührt, sich in Gold verwandeln möge.

So geschieht es und Midas hat viel Freude - bis er sich zu Tisch begibt. Das Fleisch, die Früchte und der Wein, alles wird zu Gold. Selbst das Wasser wird zu Gold.

Entsetzt von der Vorstellung, an Hunger und Durst zu sterben, fleht Midas Bacchus an, ihn zu erretten. Der Gott sagt ihm, er möge sich in dem Fluss Paktolos waschen. Midas gehorcht und seither ist der Fluss bedeckt von Goldpailletten.

Redewendungen

Im Deutschen gibt es das alte Sprichwort "Wenn Bacchus das Feuer schürt, sitzt Venus am Ofen".

Ein "Bachanal" bezeichnet ein wüstes Trinkgelage. Der Begriff "dionysisch" stammt aus der Romantik und betont das Irrationale, Rauschhafte. Der Gegensatz davon ist "apollinisch".

Siehe auch...

Jupiter; Theseus.

 

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